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Solidarischer Aufruf zum Frauen*kampftag

  • 06.Mar, 2020

Kein anderer Konzern verkörpert die Gewalt patriarchaler Herrschaft so eindringlich wie BAYER. Einst stiller Profiteur des zweiten Weltkriegs, ist das Unternehmen heute selbst zu einem der Anführer eines neuen transnationalen Kriegszugs aufgestiegen, der selbst vor der entgültigen Zerstörung allen Lebens keinen Halt macht, um seine kommerzielle Weltmacht zu konsolidieren. Um sicherzustellen, dass die Konzernprofite immer weiter in die Höhe schellen, legt BAYER die Natur durch Gentechnologie und hochgiftige Agrarsuchtstoffe in Ketten und beschneidet somit bewusst das Vermögen komplexer Ökosysteme, sich selbst - ohne externen Kapital- und Chemieinput - zu regulieren. Und in der gleichen Bewegung von Kolonialisierung, die zum Ziel hat, die Natur in ihrer "Wildheit" zahm zu legen und sie in kapitalisierte Produktivkraft zu verwandeln, werden auch frauisierte* Körper durch das pharmazeutische Regime von BAYER in reueloser Weise kolonisiert und als Projektionsflächen patriarchaler Herrschaftsphantasien ausgenutzt.

Weltweit werden Frauen - und inbesondere Frauen of Colour - Leidtragende von Gen- und Reproduktionstechnologien wie Anti-Babypillen, die erwiesenermaßen gesundheitsgefährdend sind, die die männliche Aneignung ihrer Körper vorantreiben und ihre Selbstbestimmung im Namen bevölkerungs- und entwicklungspolitischer Programme immer weiter aushöhlen. Die selbe Logik kapitalistisch-patriarchaler Dominanz, die Ökosysteme, biologische Diversität und gemeinschaftliche Lebensgrundlagen monopolisiert, die klimatisches und ökologisches Gleichgewicht durchkreuzt und regenerative Kreisläufe an ihrem Keim erstickt, ist auch dafür verantwortlich, dass Körper, die nicht der hetero-cis-männlichen, kolonialen Norm entsprechen überall zu Lande ausgebeutet, herrschaftsförmig reguliert und in einem andauernden profittreibenden Gewaltgriff festgehalten werden. Aus diesem Grund kann die Befreiung der Natur - und damit die Rückkehr zu Selbstbestimmung, Regeneration und gesunder Vielfalt - aus den Klauen großer Agrar- und Pharmachemiekonzerne wie Bayer nicht ohne die Auflösung patriarchaler Geschlechtsverhältnisse passieren! Wir sagen: Schluß mit der Spaltung und Isolierung sozialer Kämpfe! Der Kampf für Klima- und Ernährungsgerechtigkeit ist antikolonial, antiklassistisch und feministisch!

Deshalb stehen wir am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, solidarisch mit allen Frauen auf der Welt, die für den Fortbestand des Lebens kämpfen und ihr Recht auf Selbstbestimmung vor dem Raubzug transnationaler Agrar- und Pharmachemiekonzerne verteidigen. Wir rufen dazu auf, an diesem Tag gemeinsam in die Straßen zu ziehen und unserer feministischen Solidarität direkt vor den Toren dieses verbrecherischen Giftkartelles Ausdruck zu verleien. Schließt euch uns an und kommt am 8. März in den Klimagerechtigkeitsblock der Frauen-Streik-Demo in KÖLN! Lasst uns BAYER zeigen, dass wir uns seiner Herrschaft nicht länger beugen werden und seinen Krieg gegen Natur, Arbeiter_innen, Bäuer_innen und FLINTs für alle Zeiten brechen!

Und lasst uns dort gemeinsam die Energie des Widerstandes tanken, um dann, am INTERNATIONALEN TAG DES KLEINBÄUERLICHEN WIDERSTANDES am 17. April noch einmal wiederzukehren und die Agrochemieproduktion des Giftmultis BAYER, zeitgleich mit Aktionen auf der ganzen Welt, mit unseren Körpern zu unterbinden! Lasst uns wiederkehren im Namen feministischer, antikolonialer und globaler Solidarität! Verbreitet das Wort und bleibt auf neustem Stand unter www.blockbayer.org!

08.03.2020: INTERNATIONALER FRAUENKAMPFTAG

17.04.2020: BLOCK BAYER im Rheinland

Dismantle Patriarchy! Food Sovereignty and Climate Justice now!

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