Zurück

Pressemitteilung: BLOCK BAYER Aktionen vom 15. bis 17. April

  • 10.Apr, 2020

Widerstand is(s)t fruchtbar – Ernährungssouveränität in Zeiten von Corona und Agrarkapitalismus

Kartier-Aktion und Mitmachkonferenz | 15.-17. April 2020 weltweit

Anlässlich des Internationalen Tags des bäuerlichen Widerstands am 17. April ruft Block Bayer vom 15. bis 17. April unter dem Motto "Widerstand is(s)t fruchtbar – Ernährungssouveränität in Zeiten von Corona und Agrarkapitalismus" zu Online-Aktionen auf.

Unser gegenwärtiges Ernährungssystem ist eine der zentralen Ursachen der Klimakrise, des Artensterbens, ausgelaugter Böden und Wasserknappheit. Es ist gekennzeichnet durch enorme weltweite Ungerechtigkeit und kann trotz Überproduktion den Hunger in der Welt nicht beseitigen. Als weltweit größter Produzent von Pestiziden und genmodifiziertem Saatgut trägt Bayer direkte Mitverantwortung daran, dass jährlich Millionen Menschen Opfer von Pestizid-Vergiftungen werden und Bäuer*innen weltweit in Abhängigkeiten geraten. Der Konzern forciert ein allein auf Quantität und Profit ausgerichtetes landwirtschaftliches Modell, welches Menschen weltweit den Zugang zu angemessener, kulturell angepasster und gesunder Nahrung versperrt.

Mit einer „Mapping Action“ am 17. April beteiligt sich Block Bayer an dem von La Via Campesina initiierten Aktionstag unter dem Hashtag #StayHomeButNotSilent.

Produktionsstätten von BAYER werden auf öffentlichen Karten kenntlich gemacht und mit kritischen Hintergrundinfos versehen. Zuvor, am 15. und 16. April, lädt Block Bayer zu einer Online-Konferenz ein, bei der nach der Barcamp-Methode alle Teilnehmenden Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden anbieten können. Der thematische Rahmen wird sich von der Kritik an Agrarindustrie und ihren gesellschaftlichen Auswirkungen, über gegenwärtige Kämpfe um Ernährungssouveränität bis hin zu den aktuellen Herausforderungen zur Erreichung einer Agrarwende spannen.

Gerade in Zeiten von Corona wird deutlich, wie wichtig es ist, im Sinne des Konzepts der Ernährungssouveränität, lokale Produktionssysteme zu etablieren und die Kontrolle über unsere Ernährung zurückzugewinnen. Gleichzeitig führen Forscher*innen vor Augen, dass die industrielle Landwirtschaft durch den immensen Flächenverbrauch (z.B. für die Gewinnung von Palmöl oder für Soja als Tierfutter) das Gleichgewicht von Ökosystemen zerstört, welche natürliche Barrieren gegen die Übertragung von Viren durch Wildtiere sind.

Mit den für kommende Woche angekündigten Aktionen fordert Block Bayer daher eine sofortige Agrarwende und ruft die deutsche sowie die europäischen Regierungen zu folgenden konkreten Maßnahmen auf:

  • Stopp chemisch-synthetischer Pestizidproduktion
  • Ablehnung des Mercosur-Abkommens
  • Ökologische Neuausrichtung der Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU
  • Umsetzung der 2018 von den Vereinten Nationen beschlossenen „Erklärung der Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten" durch die Regierungen.

Hashtags der Aktion: #StayHomeButNotSilent | #ToxicTruth | #BlockBayer

Pressekontakt: Madeleine Falber, 0151-24419435, presse@blockbayer.org

Twitter: @BlockBayer Facebook: @BlockBayer Instagram: @BlockBayer Homepage: www.blockbayer.org

Zurück